Für ein intelligenteres Stromnetz sorgen

Intelligenteres Stromnetz durch kluge Zählwerterfassung

Der kosteneffektivste Übergang zum intelligenten Stromnetz findet dann statt, wenn zur Übertragung der Messwerte das Stromnetz selbst verwendet wird. Das NES System nutzt Datenübertragungstechnik, bei der die Steuerung und Kommunikation des intelligenten Zählwerterfassungssystems über die Stromleitungen erfolgt – dieselben Leitungen, mit denen auch der Strom übertragen wird.

Die Übertragung über das Stromnetz ermöglicht eine intelligentere Nutzung des wichtigsten Anlagebestands von Energieversorgern: die Infrastruktur zur Stromverteilung. Zu den Vorteilen des intelligenten Stromnetzes zählen:

  • Geringere Implementierungskosten. Dank dem integrierten Netz müssen Energieversorger keine privaten Netzwerke zur Zählwerterfassung (die für gewöhnlich Funkübertragung nutzen) aufbauen, was hohe Kosten und großen logistischen Aufwand mit sich bringt. Wohnhäuser werden direkt mit Strom versorgt. Die Kommunikation erfolgt ebenfalls unabhängig von Übertragungshindernissen wie Bäumen, Metallzäunen, Gebäuden oder rauen Wetterbedingungen, die im Fall von Funksystemen zusätzliche Verstärker und Tests erfordern würden.
  • Geringere Betriebskosten. Intelligente Zähler und Anschlussgeräte (auch Verdichter genannt) erweitern die wichtigste Ressource eines Energieversorgers um eine intelligente Kommunikationsfähigkeit. Anstatt zusätzlich noch ein Kommunikationsnetz zu betreiben, kann sich der Energieversorger voll und ganz auf das Stromnetz konzentrieren. Tatsächlich weisen Übertragungsfehler außerdem sehr häufig auf physikalische Fehler im Kabel oder in anderen Anlagen des Energieversorgers hin.

  • Intelligente Powerline-Verwaltung. Energieversorger können Stromausfälle besser überwachen, Manipulation erkennen, die Zeit verkürzen, bis der normale Betrieb wieder aufgenommen werden kann, und überprüfen, wann der Betrieb wieder aufgenommen wurde. Abweichungen beim Übertragungssignal weisen u. U. auf bevorstehende Ausfälle hin, wodurch Servicetechniker frühzeitig möglichen Ursachen nachgehen können. Häufig erfolgt die Reparatur, ohne dass durch das Problem Einschränkungen für den Kunden entstehen.
  • Strom-/Netzqualität. Intelligente Stromnetze lassen Energieversorger Spannungsanstiege oder -abfälle, Phasenwechsel, lange oder kurze Stromausfälle und den Klirrfaktor bestimmen. Diese Hauptindikatoren für den Zustand des Verteilungsnetzes lassen im Hinblick auf Umspannwerke, Kondensatoren oder Transformatoren auf Probleme schließen, die sonst spezielle Überwachung mit kostspieliger Zusatzausrüstung erfordern würde.
  • Genaue Anlagenverwaltung. Komponenten für die Übertragung über das Stromnetz – intelligente NES-Zähler und Verdichter – verfügen über eine Installationstopologie, die mit der Transformatortopologie übereinstimmt. Dies ermöglicht eine viel genauere Anlagenübersicht als bei Atlas- und CIS-Systemen.
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